Das Arbeitszeugnis

Ein Arbeitnehmer hat bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein Arbeitszeugnis.

Die Zeugnisarten

Bei den Arbeitszeugnissen unterscheidet man zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Zeugnis. Weiterhin gibt es Endzeugnisse und Zwischenzeugnisse

Das einfache Arbeitszeugnis

Bei einem einfachen Zeugnis bestätigt der Arbeitgeber die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses. Es hat neben den Angaben zur Person des Arbeitnehmers und der Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses Angaben zur ausgeübten Tätigkeit (Tätigkeitsbeschreibung) zu enthalten. In einem einfachen Zeugnis werden keine Angaben zu Leistung, Führung und Verhalten gemacht.

Das qualifizierte Arbeitszeugnis

Im Gegensatz zum einfachen Arbeitszeugnis enthält das qualifizierte Arbeitszeugnis neben den Angaben zu Art und Dauer auch Aussagen zu Leistung, Führung und Verhalten des Arbeitnehmers. Das qualifizierte Zeugnis muss vom Arbeitgeber wahrheitsgemäß und wohlwollend verfasst werden.

Das Endzeugnis

Ein Arbeitnehmer hat nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen gesetzlichen Anspruch auf Erteilung eines Arbeitszeugnisses. Das Endzeugnis ist grundsätzlich mit dem Datum der Beendigung des Arbeitsverhältnisses auszustellen.

Das Zwischenzeugnis

Das Zwischenzeugnis wird bei einem bestehenden Arbeitsverhältnis erteilt, wenn der Arbeitnehmer ein berechtigtes Interesse daran hat.

Die Form des Zeugnisses

Ein Arbeitszeugnis muss schriftlich auf dem Geschäftspapier des Arbeitgebers erteilt werden. Es darf weder Flecken oder Streichungen enthalten und muss fehlerfrei geschrieben worden sein. Ein Unterschriftsstempel ist nicht erlaubt. Die Unterschrift muss eigenhändig erfolgen.

Was tun, wenn das Zeugnis nicht erteilt wird oder es berichtigt werden muss?

Ein Arbeitnehmer kann vor dem zuständigen Arbeitsgericht auf Erteilung eines Zeugnisses oder auf Berichtigung des Zeugnisses klagen, wenn er von dem Arbeitgeber entweder kein Zeugnis oder ein nicht ordnungsgemäßes Zeugnis erhalten hat.